Statement vom Al-Faruq-Institut

Ich habe vor kur­zem die "Gna­den­su­ren" und das Buch "Die Wasi­tit­ya von Ibn Tay­miya" des Al-Faruq-Insti­tu­tes vor­ge­stellt. Dem Al-Faruq-Insti­tu­tes blieb mein Bei­trag nicht lan­ge unent­deckt (ver­mut­lich hat da jemand dar­auf auf­merk­sam gemacht) und so schrieb mich Eva-Maria Roh­de, die ver­ant­wort­li­che Inha­be­rin, an und brach­te ein paar ergän­zen­de Wor­te mit.

Eva-Maria Roh­de schreib in die­ser Mail, dass sie in mei­nen Bei­trag "dar­in viel Skep­sis und vie­le Anzweif­lun­gen, die ich gern auf­klä­ren wür­de". Ja, es ist durch­aus zutref­fend, dass ich in eini­gen Din­gen eine gewis­se Skep­sis hege. Skep­sis in Form von kon­struk­ti­ver Kri­tik dient ja auch dazu, dass eine Sache ver­bes­sert wird und somit auch einen gewis­sen fort­schritt­li­chen Ver­lauf dar­stellt.

Mit ihrem Ein­ver­ständ­nis stel­le ich nun ihre Wor­te ein­mal unkom­men­tiert dar. Jeder kann sich ein­fach selbst ein Bild davon hal­ten, wie er zu die­ser Sache steht.

Zu dem Über­set­zer Scheich Chaa­lid Jür­gen Nitar­dy:

Gebo­ren 1940 in Königs­berg, wur­de Scheich Chaa­lid Jür­gen Nitar­dy in den Sech­zi­ger Jah­ren Mus­lim, wor­auf­hin er zum Stu­di­um der ara­bi­schen Spra­che und des Islams für sie­ben­ein­halb Jah­re nach Sau­di-Ara­bi­en ging. Dort begeg­ne­te er zahl­rei­chen isla­mi­schen Groß­ge­lehr­ten und nahm an ihren Wis­sens­sit­zun­gen teil, dar­un­ter u. a. Scheich Muham­mad Al-Amin Asch-schen­qi­ti, Scheich Ibn Baaz und Scheich Nasr Ad-diin Al-Alba­ni; Letz­te­ren beglei­te­te er auf des­sen Pil­ger­fahrt. Nach sei­nem erfolg­rei­chen Abschluss an der Schari’a-Fakultät der isla­mi­schen Uni­ver­si­tät Medi­na ver­brach­te Scheich Nitar­dy sieb­zehn Jah­re in Kenia, war dort in der Dawa und im Unter­richts­we­sen tätig und grün­de­te eine Fami­lie. Heu­te lebt der drei­fa­che Vater mit sei­ner Frau in Ber­lin und wid­met sich gänz­lich dem Über­set­zen und Schrei­ben isla­mi­scher Lite­ra­tur.

Der Scheich hat maschal­lah seit sei­ner Kon­ver­si­on (1964) sein gan­zes Leben im Wis­sen ver­bracht und kann daher berech­tig­ter­wei­se als Scheich bezeich­net wer­den. Und wem dies nicht als Grund reicht, der möge ihm allein sei­nes maschal­lah hohen Alters wegen die Bezeich­nung Scheich gewäh­ren. Der Scheich bezeich­net sich selbst übri­gens nie als Scheich und weist die­se Bezeich­nung in sei­ner maschal­lah unglaub­li­chen Beschei­den­heit stets höf­lichst zurück; doch gebührt ihm die­ser Titel, sodass wir ihn aus vol­ler Über­zeu­gung so nen­nen.

Zu den Gna­den­su­ren:

Die Gna­den­su­ren sind eine Über­tra­gung des Korans in die deut­sche Spra­che, also kei­ne Über­set­zung. Das bedeu­tet, das das Ziel sei­nes Wer­kes nicht die wört­li­che Wie­der­ga­be des Korans war, son­dern die sinn­ge­mä­ße Über­tra­gung, sodass deutsch­spra­chi­ge Mus­li­me und Nicht­mus­li­me einen leich­te­ren Zugang zum Koran fin­den inschal­lah. Dabei sei betont, dass sei­ne Über­tra­gung v. a. auf den Tafsi­ren von Taba­ri, Ibn Kat­hir, Qurtu­bi und Schau­ka­ni basiert und sich im Rah­men der Salaf-Erläu­te­run­gen bewegt.
Das Hör­buch ent­hält wie auch das Buch Aus­zü­ge aus dem Koran, näm­lich die soge­nann­ten "Gna­den­su­ren". Wie der Scheich zu die­ser Bezeich­nung kam und war­um er eben die­se Suren aus­ge­wählt hat, beschreibt er aus­führ­lich in sei­ner Ein­füh­rung, die sich sowohl im Buch als auch auf der CD fin­det. Das Hör­buch wur­de mitt­ler­wei­le auf 14,90€ gesenkt, um so noch mehr Men­schen den Erwerb die­ses wun­der­ba­ren Wer­kes zu ermög­li­chen. Das Al-Faruq Insti­tut bie­tet das Buch und Hör­buch als Packet für zusam­men nur 19,90€ an, bestell­bar unter www.al-faruq-institut.de.

Zur Wasi­tiya von Ibn Tai­miya

Die­ses Buch ist die Über­set­zung der Wasi­tiya von Ibn Tai­miya. Der Scheich-ul-Islam Ibn Tai­miya hat in die­sem Werk die wich­tigs­ten Aspek­te der Aqi­da in aller Kür­ze und Prä­gnanz zusam­men­ge­stellt. Dabei spricht er zunächst über die Aspek­te, die sich im Koran fin­den, anschlie­ßend über jene, die uns aus der Sun­na über­lie­fert sind, und schließ­lich endet er mit einer Erläu­te­rung der Ahl-us-Sun­na wa-l-Dschama`a. Das kom­plet­te Inhalts­ver­zeich­nis kann unter www.al-faruq-institut.de ein­ge­se­hen wer­den.
Der eigent­li­chen Wasi­tiya sind ein Vor­wort des Über­set­zers, Scheich Chaa­lid Jür­gen Nitar­dy, sowie ein Vor­wort und eine Kurz­bio­gra­fie über Ibn Tai­miya, bei­des ver­fasst von Abdel Hadi­me Kamouss (Abdul Adhim), vor­an­ge­stellt.
Nach Ablauf der Eröff­nungs­an­ge­bo­te ist das Buch nun zum Fest­preis von nur 9,90€ zu haben und kann direkt unter www.al-faruq-institut.de bestellt wer­den.

Ich hat­te zuletzt noch eine klei­ne Fra­ge gestellt, wie sie zwi­schen den Begrif­fen "Über­set­zung" und "Über­tra­gung" unter­schei­de. Hier ihre Ant­wort:

Unter "Über­set­zung" ver­ste­hen wir eine wei­test­ge­hend wort­wört­li­che Trans­for­ma­ti­on des Tex­tes von einer in die ande­re Spra­che. Eine "Über­tra­gung" hin­ge­gen meint für uns die sinn­ge­mä­ße Wie­der­ga­be der Text­in­hal­te. Im Fall der Gna­den­su­ren kommt die Über­tra­gung Scheich Chaa­lid Jür­gen Nitar­dys einer gekürz­ten Fas­sung eines Tafsirs gleich. Er selbst spricht bei sei­nem Werk von einer erläu­tern­den, sinn­ge­mä­ßen Über­set­zung.

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