Buch "Ein Teffen mit der Fitrah" durchgelesen

Vor eini­ger Zeit habe ich das Buch "Ein Tref­fen mit der Fitrah" durch­ge­le­sen. In die­sem Bei­trag erfahrt ihr mei­ne Rezen­si­on zu die­ser Buch.

image

Das Buch "Ein Tref­fen mit der Fitrah" (لقاء مع الفطرة) wur­de vom Dr. Abdul Wahab Zahid Haq geschrie­ben und erschien im Tuba-Ver­lag. Es ist in sei­nem Buch dün­ne­res Buch von 90 Sei­ten. Das Buch ist auf Glanz­pa­pier mit far­bi­gen Abbil­dun­gen als Hard­co­ver gedruckt. Es kos­tet 7,90 EUR.

Der Titel des Buchs mag eini­ge Leser im Nach­hin­ein ver­wir­ren. Der Buch­ti­tel sug­ge­riert ein isla­mi­sches Lehr­buch über die Fitrah, ihren Merk­ma­len, ihrer Erschei­nun­gen und evt. ver­bun­de­ne Ahkam. Der Buch­ti­tel ist jedoch ein wenig falsch­deu­tend. Statt­des­sen han­delt das Buch von eini­gen Kapi­tel, in denen der Autor eini­ge Erfah­run­gen und Erkennt­nis­se sei­ner Erleb­nis­se mit Per­so­nen wie­der­gibt, die durch div. Gesprä­che auf­zei­gen, dass die noch durch die Ver­an­la­gung der Fitrah einen Weg zum Islam gefun­den. Das Buch ist eher ein Erfah­rungs­be­richt statt ein Lehr­buch. Das Buch umfasst 7 Kapi­tel.

Ich fin­de, dass das Buch eini­ges von sei­nem Poten­zi­al des Nut­zens ver­schos­sen hat. In dem Buch sind in ers­ter Linie Erfah­run­gen und Gesprächs­ver­läu­fe nie­der­ge­schrie­ben. Das isla­mi­sche Wis­sen in Form von Fak­ten und hard skills kommt in die­sem Buch aber zu kurz. Der Leser darf also nicht erwar­ten, ein Buch über die Fitrah im Stil von Ibn Qay­y­ims oder Ibn Tay­miy­yahs zu erwar­ten. Statt­des­sen errei­chen ihn Erfah­run­gen und Gesprä­che.

Es gibt Men­schen, die aus dem münd­lich Gesag­tem das Wis­sen eher auf­neh­men als durch das Lesen von Büchern. Die­sen Men­schen könn­te das Buch unter Umstän­den mehr nüt­zen, das sie durch Learning by doing ihre Wis­sens­schät­ze erhal­ten. Außer­dem kommt die­sen Men­schen die Argu­men­ta­ti­on der ein­zel­nen Geschäfts­ver­läu­fe zu Gute. Der Leser erfährt hier hand­fes­te Argu­men­te, die für sei­ne eige­nen Dawah-Gesprä­che ver­wen­den könn­te. Man muss aber dabei beden­ken, das sol­che Gesprä­che nie nach einem fes­ten Sche­ma ablau­fen, son­dern immer unter­schied­lich und indi­vi­du­ell von­stat­ten gehen. Es kann daher pas­sie­ren, dass unter Umstän­den die erlern­ten Argu­men­te nicht viel nut­zen kön­nen. Geüb­te Red­ner kön­nen wohla­ber sol­che Dia­lo­ge in die eine oder ande­re Rich­tung len­ken, um bestimm­te Argu­men­te zu erbrin­gen. Desöf­te­ren haben aber sol­che Gesprä­che immer eine gewis­se Eigen­dy­na­mik und man ist schnell im auf­ge­brach­ten Red­ner­fluss gefan­gen, wenn man sich der­art im Gespräch ver­krampft.

Lei­der fehlt es dem Buch nach mei­ner per­sön­li­chen Ein­schät­zung mehr von guten Argu­men­ta­tio­nen zwi­schen dem Autor und den inter­es­sier­ten Per­so­nen zum Islam. Die­se kom­men im Buch zu wenig vor. Der Grund hier­für ist sim­pel: das Buch wur­de im Umfang klein gehal­ten. Daher passt auch wenig hin­ein. Denk­bar ist es, dass es die Absicht beim Ver­fas­sen und Über­set­zen des Buchs war, nur ein klei­nes Ein­füh­rungs­werk zu erbrin­gen.

Wäh­rend des Lesens ent­steht der Ein­druck, dass das Buch kei­ne direk­te Über­set­zung ist, son­dern eher eine über­setz­te Zusam­men­stel­lung eines spä­te­ren Werks. In dem vor­lie­gen­den Buch "Ein Tref­fen mit der Fitrah" wird vom Autors bereits auf sein Buch "Ein Tref­fen mit der Fitrah" refe­ren­ziert. Daher kann die deut­sche Aus­ga­be kei­ne direk­te Über­set­zung, son­dern ver­mut­lich von einem spä­te­ren Werk oder eine nicht näher bekann­ten Fol­ge­werk. Ich den­ke, dass man für sie deut­sche Aus­ga­be schlicht den Ori­gi­nal­ti­tel ver­wen­de­te, um eine gewis­se Zuge­hö­rig­keit auf­zu­zei­gen.

Neben der Argu­men­ta­ti­on der Dia­lo­ge fin­den sich auf klei­ne Wis­sens­häpp­chen wie­der, die genau wie die Argu­men­ta­ti­on zu kurz kom­men und nicht voll­stän­dig aus­ge­schöpft wer­den. Dar­un­ter zäh­le ich die wie die unter­schied­li­chen Ent­ste­hungs­wei­sen des Men­schen im so genann­ten "zwei­ten Tref­fen" des Buchs oder die mög­li­chen Grün­de aus dem "drit­ten Tref­fen", war­um das Schwein im Islam haram und unrein ist.

Das Buch ver­wen­det farb­li­che Abbil­dun­gen von Foto­gra­fi­en des Autors. Man könn­te nun ein Gelehr­ten­streit­ge­spräch über die isla­misch-gesetz­li­che Gül­tig­keit der Ver­wen­dung die­ser Abbil­dun­gen vom Zaun bre­chen. Das soll aber nicht Gegen­stand die­ses Blog­bei­trags sein oder noch wei­ter aus­ge­führt wer­den. Fakt ist jedoch, dass sol­che Abbil­dun­gen in die­sem Buch ver­wen­det wer­den. Was ich per­sön­lich bemän­ge­le, sind die pro­por­tio­na­len Aus­rich­tun­gen die­ser Abbil­dun­gen: Wenn man schon farb­li­che Abbil­dun­gen ver­wen­den möch­te, dann soll­te man es auch rich­tig machen. Das Pro­blem an die­ser Sache ist, dass die meis­ten Abbil­dun­gen im Buch durch Ver­grö­ße­rung oder Ver­klei­ne­run­gen in ihren Höhen und Brei­ten gezerrt und gestaucht wir­ken. Die pro­por­tio­na­len Sei­ten­ver­hält­nis­se gehen ver­lo­ren und die abge­bil­de­ten Men­schen in den Gra­fi­ken wir­ken zusam­men- oder breit­ge­drückt. Das zeugt nach mei­ner Sicht so ziem­lich unpro­fes­sio­nell. Auch die von hin­ten auf den Buch­co­ver abge­bil­de­te Per­son wirkt erkenn­bar im fal­schen Ver­hält­nis: schma­ler Kopf, aber auf­ge­pump­te Bei­ne.

Fazit: Das Buch ver­geu­det lei­der sein Poten­ti­al durch sei­ne Kür­ze des Buch­um­fangs. Es mag zwar durch­aus als eine klei­ne Lek­tü­re gedacht sein, jedoch geht hier­durch auch sein Nut­zen ver­lo­ren. Man sagt zwar, dass bekannt­lich in der Kür­ze die Wür­ze. Das stimmt schon, jedoch ver­schwin­det auch hier die Wür­ze. Das Buch hat dann kei­nen Pepp mehr und ein fadi­ger Lese­ge­schmack bleibt übrig. Ich den­ke, hier hät­te man das Buch­pro­jekt noch bes­ser aus­ar­bei­ten kön­nen. Auch die Qua­li­tät der Bil­der set­zen die Bewer­tungs­no­te die­ses Buchs um eini­ge Stu­fen hin­ab. Für mich war der Nut­zen nur an weni­gen Stel­len des Buchs von gutem Wert; lei­der aber auch zu wenig für ein klei­nes Buch wie die­ses.

3 Gedanken zu „Buch "Ein Teffen mit der Fitrah" durchgelesen


  • Bezüg­lich des Buches "Ein Tref­fen mit der Fitrah"…

    Salam alai­kum,

    ich möch­te auf dei­ne Rezen­si­on ein­ge­hen bzw. unter ande­rem auch Punk­te nen­nen, wel­che dir lei­der ent­gan­gen sind, die aber posi­tiv zu betrach­ten sind. Die­je­ni­gen, die dei­ne Sei­te ver­fol­gen und dei­ne Mei­nung auch hoch­schät­zen, sind even­tu­ell schon vor­ein­ge­nom­men und viel­leicht ver­zich­tet der eine oder ande­re – nach­dem er/sie dei­ne Rezen­si­on gele­sen hat, die ja mehr die nega­ti­ven Aspek­te her­vor­hebt (ins­be­son­de­re im Fazit) – die­ses Buch zu kau­fen, obwohl doch bei einem Kauf die­se Per­son viel­leicht hät­te viel Nut­zen gezo­gen. Du schreibst natür­lich immer, dass es dei­ne per­sön­li­che Mei­nung ist, dass die Sicht­wei­se sub­jek­tiv zu betrach­ten ist und dass der eine oder der ande­re mehr von die­sem Buch pro­fi­tie­ren könn­te als du. Jedoch: Wie schon am Anfang erwähnt, es gibt mit Sicher­heit Per­so­nen, die dei­ne Rezen­si­on Ernst neh­men, dei­nen Fähig­kei­ten ver­trau­en und die Stim­mung, die dei­ne Rezen­si­on erzeugt, schließt sie even­tu­ell ein. Genau hier liegt die Gefahr, die nicht zu unter­schät­zen ist; denn dann bist du der Grund, dass die­ses Buch even­tu­ell nicht gekauft und davon nicht pro­fi­tiert wird. Ich gehe davon aus, dass du das Gan­ze aus der Sicht nocht nicht betrach­tet hast. Des­halb sind Rezen­sio­nen in Bezug auf isla­mi­sche Bücher eine heik­le Sache. Nicht dass man nicht Kri­tik aus­üben darf, aber die Gefahr liegt dar­in, dass man auch in sei­ner Rezen­si­on Män­gel hat, oder der eine oder der ande­re Leser von dei­ner Mei­nung beein­flusst wird, und du eine Mau­er bist zwi­schen dem Leser und dem Nut­zen.

    Kurz zu dem Titel: Der Titel ist nicht falsch­deu­tend und passt mei­ner Mei­nung nach zum Inhalt des Buches. Natür­lich wenn jemand ein Lehr­buch im Sin­ne von Ibn al Qay­y­im erwar­tet, dann ist es für die­se Per­son auf­grund sei­ner Erwar­tungs­hal­tung falsch­deu­tend. Jedoch gibt es einen Klap­pen­text, der ganz deut­lich den Inhalt beschreibt. Die­ser Klap­pen­text fin­det sich gewöhn­lich auch in der Beschrei­bung auf den ein­zel­nen Shop­sei­ten wie­der, die man sich in der Regel durch­ließt, bevor man ein Buch kauft.

    Das Poten­zi­al die­ses Buches ver­liert sich laut dei­ner Mei­nung, weil die guten Argu­men­ta­tio­nen zu kurz kom­men, aber auch eini­ge The­men nicht tief­ge­hend behan­delt wer­den. Für dich ver­liert das Buch an Poten­zi­al auf­grund der Kür­ze und Knapp­heit. Das ist natür­lich legi­tim, du erwar­test von die­sem Buch noch mehr Infor­ma­tio­nen, noch tief­grei­fen­de­res Wis­sen, weil sie für dich aber nicht gege­ben ist, fin­dest du, dass die­ses Buch nicht sein vol­les Poten­zi­al aus­schöpft. Doch auf der ande­ren Sei­te gibt es Men­schen, die ab und an mal ein Buch lesen, sie nicht zu Ende lesen, in der Mit­te auf­hö­ren, weil der Umfang sie erschlägt. Genau für sol­che Men­schen ist die­ses Buch ide­al. Und wenn wir uns auf einen Punkt eini­gen: Nut­zen zieht jeder dar­aus, jeder Mus­lim, denn er ließt Quran-Ver­se, Hadi­the, erwei­tert sein Wis­sen, lernt Neu­es ken­nen. Aber auch nicht die­ser Punkt ist das Pro­blem, son­dern, wie ich schon erwähn­te, dass du ein Hin­der­nis sein könn­test, dass dei­ne – eher nega­ti­ve – Rezen­si­on dafür sorgt, dass kein Nut­zen getra­gen wird. Per­sön­lich möch­te ich noch sagen: Als ich die­ses Buch gele­sen habe, sag­te ich inner­lich "masa'Allah", weil das Buch mein Herz beweg­te, die Dia­lo­ge und die Kon­ver­sio­nen zum Islam mir Freu­de gaben und mei­nen Iman stärk­ten. Der Arit­kel von Dr. Su Mira, wo sie ihre Erfah­run­gen mit­teilt, geben Hoff­nung auf ein gutes Mit­ein­an­der, zei­gen auf, wie wich­tig es ist, Wis­sen im Islam zu besit­zen, gut und tref­fend zu argu­men­tie­ren. Vor allem stärk­te mich das Buch dahin­ge­hend, mehr in der Da'wa aktiv zu sein.

    Was die Bil­der angeht, so gebe ich dir Recht. Die Qua­li­tät der Bil­der sind unter­schied­lich, doch gesamt betrach­tet eher schlecht. Im Grun­de genom­men jedoch sind sie – fin­de ich – akzep­ta­bel. Wohl­mög­lich war nicht immer ein Foto­graf anwe­send mit einer guten Kame­ra. Per­sön­lich stört es mich nicht, ganz im Gegen­teil sogar, ich fin­de es macht das Buch leben­di­ger und weni­ger künst­lich, es hat Charme, wenn man das so aus­drü­cken kann. Und viel­mehr erfreu­en die Bil­der einen, die mal eine Kon­ver­si­on zei­gen, mal eine kon­ver­tier­te Schwes­ter bei der Pil­ger­fahrt. Mir per­sön­lich fal­len die­se Aspek­te zuerst ins Auge, aber das ist natür­lich indi­vi­du­ell. Das Buch fin­de ich mit den Bil­dern stär­ker, leben­di­ger (auch wenn sie nicht von guter Qua­li­tät sind) und sie wecken das Inter­es­se des Lesers. Was das Stre­cken und das Stau­chen angeht bin ich dei­ner Mei­nung: das hät­te man bes­ser machen kön­nen. Aber erwäh­nen soll­te man auch, dass vie­le der Bil­der nicht gestreckt und gestaucht wir­ken.

    Was du lei­der nicht erwähnst, ist die Druck­qua­li­tät des Buches. Das wei­ße glän­zen­de und dicke­re Papier zeugt von Qua­li­tät und Pro­fes­sio­na­li­tät. Auch das Hard­co­ver ist von guter Qua­li­tät, wenn man mal mit der Hand drü­ber­streicht und sich damit ein wenig aus­kennt. Die Far­ben auf dem Cover kom­men gut zur Gel­tung. Was das Bild auf dem Cover angeht, so trifft sie das The­ma sehr gut. Der Kon­trast zwi­schen dem Weiß und der gelb­grü­nen Land­schaft wirkt har­mo­nisch, die Pro­por­tio­nen und Abstim­mun­gen der ein­zel­nen Wor­te, die Wahl der Typo­gra­fie und ihr Ver­hält­nis zu dem Bild wir­ken sehr pro­fes­sio­nell. Auch das gewähl­te Lay­out und das Ver­hält­nis von Land­schaft und Weiß­flä­che ist anspre­chend. Ich glau­be, dass dein Auge dies­be­züg­lich nicht geschult ist, denn die­se Punkt zu über­se­hen und nicht zu erwäh­nen fin­de ich etwas irr­tie­rend. Das heißt, du hast dir das Cover ange­schaut und dir ist nur die Stre­ckung der Per­son (was mei­ner Mei­nung nicht groß stö­rend wirkt) auf­ge­fal­len?
    Das Cover habe ich mit vie­len Per­so­nen bespro­chen, die dar­in Erfah­rung und Wis­sen besit­zen, und alle fan­den es schön und sehr pro­fes­sio­nell, denn Gra­fik Design hat ihren eige­nen Wis­sen­schafts­be­reich (Ange­fan­gen von Typo­gra­fie, Farb­wahl, The­ma tref­fen, Lay­out, Pro­por­tio­nen, was soll im Vor­der­grund ste­hen, Krea­ti­vi­tät und und und…). Aber wie gesagt, dafür muss das Auge geschult sein. Viel­leicht konn­test du die­se Punk­te nicht sehen, weil du dich so sehr an die nega­ti­ven Aspek­te geklam­mert hast, wie das Stre­cken und das Stau­chen (ich weiß es nicht). Auch das For­mat (wird von Gra­fik-Desi­gnern ger­ne gewählt) im Ver­hält­nis zur Sei­ten­zahl bzw. Dicke des Buches wirkt sehr anspre­chend, har­mo­nisch und pro­fes­sio­nell, was vie­len gar nicht auf­fällt, die sich damit nicht inten­siv aus­ein­an­der­set­zen.
    Wenn man das Buch durch­blät­tert, so wirkt das Buch im All­ge­mei­nen anspre­chend. Die Schrift­grö­ße, die Zei­len­ab­stän­de wir­ken har­mo­nisch, genau­so die Wort­an­zahl der ein­zel­nen Zei­len. Auch die indi­vi­du­el­len Kopf­zei­len fin­de ich gut, auch wenn sie nur eine Klei­nig­keit sind. Die Sei­ten­rän­der sind gut gewählt, so dass kei­ne Dis­har­mo­nie ent­steht (ist nicht in jedem Buch gege­ben). Auch die Ein­zü­ge in neu­en Absät­zen fin­de ich gut, sie feh­len in vie­len isla­mi­schen Büchern und wir­ken dann nicht so har­mo­nisch. Noch bes­ser wären etwas grö­ße­re Abstän­de (d.h. die grö­ßer sind als die Zei­len­ab­stän­de) nach jedem Absatz. Es sind Punk­te vor­han­den, die ich bemän­ge­le, unter ande­rem abge­hack­te Sät­ze, die allei­ne auf der nächs­ten Sei­te ste­hen, oder dass Kapi­tel­über­schrif­ten, mal auf der lin­ken, mal auf der rech­ten Sei­te begin­nen, wie auch die Stre­ckung und Stau­chung man­cher Bil­der kann man mit Sicher­heit noch bes­ser machen. Es gibt gewiss bes­se­re Bücher, die noch pro­fes­sio­nel­ler wir­ken, aber die­ses Buch ist mit Sicher­heit nicht schlecht und wirkt gesamt betrach­tet nicht unpro­fes­sio­nell.

    Fazit: Ich hof­fe, dass du mein Haupt­an­lie­gen ver­ste­hen konn­test. Durch dein Fazit und Wor­te wie "kein Pepp mehr" oder "fadi­ger (hab das Wort noch nie gehört, meinst wohl "fader") Lese­ge­schmack" usw. bein­flusst du die Leser, die dei­ne Sei­te regel­mä­ßig besu­chen und dei­ner Mei­nung Gewicht bei­mes­sen, so dass sie viel­leicht von vorn­her­ein das Buch nicht kau­fen. Das darf nicht sein. Auch scha­de fin­de ich, dass du eini­ge posi­ti­ve Aspek­te nicht sehen konn­test bzw. nicht erwähnt hast. Dei­ne Rezen­si­on rückt die­ses Buch mei­ner Mei­nung nach in ein fal­sches Bild. Ich hof­fe, dass du in Zukunft etwas vor­sich­ti­ger bist und das Gan­ze auch mal aus einer ande­ren Per­spek­ti­ve betrach­test.

    was­selam, Fer­hat Cavus

    Antwort

  • Wa alay­kum salam.

    Dan­ke für dei­nen sehr lan­gen und aus­führ­li­chen Kom­men­tar.

    In eini­gen Din­gen hast du natür­lich recht. Z. B. wirkt das Buch mit dem Hoch­glanz­pa­pier und dem Hard­co­ver in der Tat etwas geho­be­ner als ein Buch als Soft­co­ver auf recy­cel­tem Papier. Auch das Motiv auf dem Cover selbst ist durch­aus pas­send (nur die per­spek­ti­vi­sche Ver­zei­hung stört mich). Auch die Typo­gra­fie fin­de ich in Ord­nung.

    Das sind Din­ge, die ich in mei­ner Rezen­si­on natür­lich nicht kri­ti­siert habe. Ich habe sie eher als … hm … nor­mal emp­fun­den; also etwas, was mir nicht sofort auf­fällt, weil ich die­se Din­ge als gewohnt emp­fin­de. In der Tat hat­te ich ein paar gute Wor­te bezüg­lich des Motiv für das Cover gehabt. Jedoch ist dann die­sen Aspekt wie­der ver­wor­fen, dass

    Was ich in mei­ner Rezen­si­on als posi­ti­ve und nega­ti­ve Kri­tik zum Aus­druck brach­te, waren Sach­ver­hal­te gewe­sen, die mir sofort auf­ge­fal­len sind. Sach­ver­hal­te, die mir weni­ger auf­fie­len, hat­te ich dem­entspre­chend nicht zur Anspra­che gebracht. Aus die­sen Sach­ver­hal­ten resul­tier­te dann mei­ne indi­vi­du­el­le Rezen­si­on.

    Ach ja… stimmt: "fadi­ger" gibt es nicht. "fader" ist rich­tig. Mei­ne Gedan­ken führ­ten mich hier auf neo­lo­gis­mi­sche Abwe­ge.

    Soll­test du wie­der mal etwas kri­ti­sie­ren zu haben, dann zöge­re nicht und schrei­be mir dei­nen Kom­men­tar. Es tut des öfte­ren rich­tig gut, die Mei­nungs- und Sicht­wei­se von ande­ren Lesern in einem gesun­den Maß zu erhal­ten.

    Antwort

  • Dan­ke auch dir lie­ber Bru­der für die Wor­te, dei­ne Offen­heit für mei­ne Kri­tik und die Frei­schal­tung mei­nes Kom­men­tars auf dei­ner web­site. Bit­te ent­schul­di­ge mei­ne ers­te Reak­ti­on, die mehr emo­tio­nal aus­ge­fal­len ist und sehr harsch war. Das war so nicht rich­tig.

    Ich wün­sche dir und dei­ner Fami­lie einen geseg­ne­ten Rama­dan.

    Jazak alla­hu chayr. was­selam, Fer­hat Cavus

    Antwort

Kommentar verfassen