Buch "az-Zuhd" von Ibn Qayyim al-Dschauziiyya bei Basari angekündigt

Der Ilm-Ver­lag hat vor zwei Wochen ein neu­es Buch vor­ge­stellt"az-Zuhd" von Ibn Qay­y­im al-Dschau­ziiy­ya. Die­ser Bei­trag ist für all jene, die die Buch­an­kün­di­gung wie ich ver­schla­fen haben.

11903934_1632695746981620_60237290012978231_nDer Ilm-Ver­lag hat­te das Buch schon ein­mal indi­rekt ange­kün­digt; ich berich­te­te vor eini­ger Zeit dar­über. Nun backt der Ver­lag die ers­ten war­men Bröt­chen (sinn­ge­mäß) und prä­sen­tier­te vor gut zwei Wochen das Buch und das fer­ti­ge Cover zu die­sem Buch.

Auf­fal­lend für mich ist, dass das Cover dies­mal dunk­ler und rus­ti­ka­ler wirkt. Vie­le der davor erschie­ne­nen Ver­lags­bü­cher vom Ilm-Ver­lag wir­ken hin­ge­gen bun­ter und plas­ti­scher. Offen­bar pro­biert man hier einen neu­es Gestal­tungs­stil aus. Wie gefällt euch die­ser? Bei Bedarf bit­te kom­men­tie­ren!

Anbei hier der Klap­pen­text des Buchs:

Die über­mä­ßi­ge Beschäf­ti­gung mit die­ser Welt ist höchst sicht­bar in unse­rer Zeit. Mate­ri­el­le Gier und der Wunsch, sich noch mehr welt­li­che Güter anzu­eig­nen, sind weit ver­brei­tet. Mus­li­me heu­te brin­gen all ihre Ener­gie für Han­del und Wirt­schaft und der Ansamm­lung von Pro­fit auf und haben dabei ganz die Ret­tung ihrer See­len ver­ges­sen. Dabei war eine der wich­tigs­ten Auf­ga­ben für die der Pro­phet Muham­mad zu die­ser Nati­on gesandt wur­de, das Rei­ni­gen der See­le. Zuhd (der Ver­zicht auf welt­li­che Freu­den, in der Hoff­nung, die Nähe Allahs zu erlan­gen) ist einer der bes­ten Wege, um die See­le zu rei­ni­gen.

Ein ein­fa­ches Leben soll­te dazu füh­ren, dei­nen Wunsch nach welt­li­chen Begier­den zu mäßi­gen und dafür auf etwas Bes­se­res hof­fen zu kön­nen. Um das leich­ter zu erlan­gen, soll­te man erken­nen, dass die­se Din­ge, die alle in die­ser Welt anstre­ben, in der Tat wert­los sind, wenn man sie mit dem ver­gleicht, was man sich vom nächs­ten Leben erhofft.

Wenn wir rea­li­sie­ren, dass das, was Allah hat, von blei­ben­der Dau­er ist, und dass das kom­men­de Leben bes­ser und end­los ist, dann erken­nen wir, dass das dies­sei­ti­ge Leben mit einem Stück­chen Eis zu ver­glei­chen ist, was in der Son­ne schmilzt und dann gänz­lich ver­schwin­det. Das nächs­te Leben dage­gen wird nie­mals ver­schwin­den.

Wir müs­sen ler­nen, uns vom Leben die­ser Welt zurück­zu­zie­hen, obwohl wir immer noch im Her­zen ein gro­ßes Ver­lan­gen dafür ver­spü­ren mögen. Das Selbst ist immer mit dem Leben die­ser Welt beschäf­tigt, obwohl wir stän­dig mit ihm zu kämp­fen haben.

Das Buch "az-Zuhd" ist eigent­lich ein Aus­zug aus dem Buch "Mâdâri­ju-s-Sâli­kîn". Alte Hasen wer­den sie wahr­schein­lich noch an das gleich­na­mi­ge PDF-Doku­ment erin­nern, wel­ches vor eini­gen Jah­ren im Netz kur­sier­te (und immer noch kur­siert). Ich habe mich mal die Frei­heit genom­men und die­ses PDF-Doku­ment in die­sem Blog eben­falls für die Leser zu Ver­fü­gung gestellt (Link der Gra­fik öff­net das PDF-Doku­ment):

zuhdDie­ses Doku­ment wur­de damals als dem Eng­li­schen über­setzt. Es ist somit eine Über­set­zung einer Über­set­zung. All­ge­mein sei der Rat bei über­setz­ten Über­set­zun­gen gesetzt, dass die­se mehr Feh­ler beinhal­ten kön­nen als die ers­te Über­set­zung. Denn durch eine erneu­te, sinn­ge­mä­ße Über­set­zung gehen in der Regel wei­te­re Über­set­zungs- und Bedeu­tungs­feh­ler ein­her, wenn man nicht das ara­bi­sche Ori­gi­nal­werk besitzt und es mit die­sem abgleicht. Man­che Gelehr­te sehen sol­che über­setz­ten Über­set­zun­gen in eine ande­re Spra­che als ver­bo­ten an. Das sei aber mal so am Ran­de erwähnt.

Was mich per­sön­lich inter­es­siert, ist die Fra­ge, ob das kom­men­de Buch des Ilm-Ver­lags eine neue Über­set­zung ist oder nur die alte Über­set­zung; nur halt im Cover neu ver­packt. Letz­tes wäre jedoch kein gro­ßer Mehr­wert für die Leser­schaft. Ich habe mal eine Anfra­ge an den Ilm-Ver­lag dies­be­züg­lich gestellt und war­te auf eine Ant­wort.

 

 

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