Buch "Das Barnabasevangelium und die Wiederentdeckung des Judenchristentums" (Vorderansicht)

Buch "Das Barnabasevangelium und die Wiederentdeckung des Judenchristentums" ist bestellbar

Vor eini­ger Zeit habe beschrie­ben, dass der Spohr-Ver­lag das Buch "Das Bar­na­ba­sevan­ge­li­um und die Wie­der­ent­de­ckung des Juden­chris­ten­tums" ange­kün­digt hat. Ges­tern wur­den bekannt gege­ben, dass das Buch ab sofort bestell­bar ist und am 26. März 2018 aus­ge­lie­fert wird.

Das Buch "Das Bar­na­ba­sevan­ge­li­um und die Wie­der­ent­de­ckung des Juden­chris­ten­tums" wird regu­lar als Soft­co­ver ange­bo­ten und zusätz­lich als E-Book in Form einer DRM-frei­en PDF-Datei erhält­lich sein. Das Buch wird 18,60 EUR kos­ten und das E-Book nur 9,30 EUR. Es gibt aber auch die Opti­on, bei­de Bücher­me­di­en preis­ver­güns­tigt zusam­men für 25 EUR zu kau­fen. Dann spart man noch 2,90 EUR.

Das Buch wur­de von Dani­el Alex­an­der Erhorn. Der Name des Autors sagt mir rein gar nicht. Goog­le spuckt zumin­dest auf die Schnel­le die Sufi-Lie­be des Autors, sei­ne Gemü­se­fein­kost­ma­nu­fak­tur Hap­py Pick­les und sei­ne Ver­ant­wort­lich­keit der Bar­na­bas-Web­sei­te aus. Letz­tes bei­des ist brauch­bar, ers­tes tota­ler Blöd­sinn.

Das Buch hat 156 Sei­ten – es wird als kein all­zu dickes Buch wer­den, son­dern ein dün­ne­res Buch, was man schnell durch­lest. Die ISBN des Buchs ist ISBN 978‑9963-40–129-1. Am 26. März 2018 wird das Buch erschei­nen und aus­ge­lie­fert wer­den. Im Anhang des Buchs wird man auch einen Nach­druck des Essays "Neu­er Hypo­the­se über die Evan­ge­lis­ten als blos mensch­li­che Geschichts­schrei­ber betrach­tet" von Gott­hold Ephraim Les­sing aus dem Jahr 1778. Fol­gen­den Inhalts­ver­zeich­nis hat das Buch (mit Sei­ten­zah­len in Klam­mern):

Vor­wort des Autors (7)

Ein­lei­tung (9)

§ 1. John Toland und die Ent­de­ckung des Evan­ge­li­um (13)

§ 2. Les­sings Toland-Rezep­ti­on und Eich­horns Urevan­ge­li­um (25)

§ 3. Die Zwei-Quel­len-Theo­rie: Eine bes­se­re Lösung? (51)

§ 4. Der „west­li­che“ Text (62)

§ 5. Die Spal­tung des Urchris­ten­tums (71)

§ 6. Das frü­he Ver­schwin­den der naza­re­ni­schen Quell (78)

§ 7. Die Ent­de­ckung der Dida­che (87)

§ 8. Feh­len­de Akzep­tanz (93)

§ 9. Zwi­schen Apo­lo­gie und Wis­sen­schaft (96)

§ 10. Ergeb­nis­se (106)

Lite­ra­tur­ver­zeich­nis (109)

Appen­dix

Gott­hold Ephraim Les­sing: Neue Hypo­the­se über die Evan­ge­lis­ten als blos mensch­li­che Geschicht­schrei­ber betrach­tet. (Wol­fen­büt­tel 1778) (121)

Anmer­kun­gen zu Les­sings „Neu­er Hypo­the­se“ von D. A. Erhorn (152)

Vor­wort des Autors:

Die hier vor­ge­leg­te Schrift bil­det den ers­ten Teil einer drei­tei­lig ange­leg­ten Unter­su­chung des Bar­na­ba­sevan­ge­li­ums und soll zunächst die his­to­ri­sche Mög­lich­keit eines vor­ka­no­ni­schen „Urevan­ge­li­ums“ abklä­ren. Der zwei­te gilt der Erstel­lung des Pro­fils sei­nes ange­nom­me­nen Autors, wäh­rend der drit­te Teil schließ­lich eine umfas­sen­de his­to­risch-kri­ti­sche Neu­aus­ga­be des Evan­ge­li­um­tex­tes zu bewäl­ti­gen hat.
Hat­ten es schon vie­le unter­nom­men, das Rät­sel des wohl umstrit­tens­ten Apo­kry­phons der christ­li­chen Lite­ra­tur zu lüf­ten, freue ich mich, mei­ne jah­re­lan­gen Stu­di­en zum Bar­na­ba­sevan­ge­li­um nun in einer sys­te­ma­ti­schen Form vor­zu­stel­len und die­se beson­de­re Schrift mit bis­lang nicht bekann­ten bzw. vor­ei­lig zurück­ge­wie­se­nen Argu­men­ten sine ira et stu­dio gegen jene zu ver­tei­di­gen, die, aus wel­chen Grün­den auch immer, mit nicht nach­las­sen­dem Eifer dar­um bemüht waren und sind, sie als eine Fäl­schung dar­zu­stel­len.
Jeder geis­tig emp­fäng­li­che Mensch, der das Bar­na­ba­sevan­ge­li­um unvor­ein­ge­nom­men liest, wird in ihm ein Zeug­nis ech­ter und ernst­ge­mein­ter Spi­ri­tua­li­tät erken­nen kön­nen, das durch eine kla­re Spra­che vol­ler Weis­heit, herz­haf­te Fröm­mig­keit und das in ihm bewahr­te umfang­rei­che bibli­sche Wis­sen beein­druckt. Ist es, so betrach­tet, schon auf den ers­ten Blick unglaub­wür­dig, daß das Fun­da­ment einer Schrift, deren Leit­mo­tiv der Rück­zug von der dies­sei­ti­gen Welt ist, eine Lüge und die Schrift selbst Pro­dukt eines Fäl­schers sein soll­te, der sie aus nie­de­ren Beweg­grün­den ver­faßt hät­te – etwa, um sich, wie behaup­tet wur­de, an der christ­li­chen Inqui­si­ti­on zu rächen –, so fand im Zusam­men­hang dezi­dier­ter For­schung jener ers­te Ein­druck in schö­ner Wei­se Schritt für Schritt dann eine objek­ti­ve Bestä­ti­gung, wäh­rend jener Fäl­schungs­vor­wurf sich als nach­ge­ra­de unhalt­bar erwies.

Für jene, die sich mit der Historie/Sira des Islam befas­sen, aber auch zeit­li­cher zurück­bli­cken, könn­te das Buch durch­aus inter­es­sant sein. Mir zumin­dest ist eine klei­ne Inter­es­se geweckt. Beson­ders die bei­den Kapi­tel "Die Spal­tung des Urchris­ten­tums" und "Das frü­he Ver­schwin­den der naza­re­ni­schen Quel­le" las­sen da ein wenig auf­hor­chen.

Gesamtcover des Buchs "Das Barnabasevangelium und die Wiederentdeckung des Judenchristentums"
Gesamt­co­ver des Buchs "Das Bar­na­ba­sevan­ge­li­um und die Wie­der­ent­de­ckung des Juden­chris­ten­tums"

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