Cover des E-Books "Ein Memorandum in der Erläuterung der Auslöscher des Islāms"

E-Book "Ein Memorandum in der Erläuterung der Auslöscher des Islāms" erschienen

In die­sem Bei­trag berich­te ich über Al-ʿIlm an-Nāfī, ein so genann­ter Inde­pen­dent Publisher, und über des­sen aktu­el­les E-Book "Ein Memo­ran­dum in der Erläu­te­rung der Aus­lö­scher des Islāms", eine Erläu­te­rung von ‘Alī ibn Khuḍayr ibn Fahd ibn al-Khuḍayr geschrie­ben bezüg­lich der "Nawāqiḍ al-Islām" von Muḥam­mad ibn ‘Abd al-Wah­hāb ibn Sulay­mān al-Tamīmī.

Bereits im Febru­ar hat­te ich in einem Bei­trag eine kur­ze Rand­no­tiz zu Al-ʿIlm an-Nāfī gebracht, das ich "irgend­wann ein­mal spä­ter in den Fokus" neh­men woll­te. Gesagt, getan! Was kann man also zu Al-ʿIlm an-Nāfī sagen?

Al-ʿIlm an-Nāfī ist – wie ich es bezeich­nen mag – ein so genann­ter Inde­pen­dent Publisher. Ein Inde­pen­dent Publisher kann eine Grup­pe, ein Label, ein Pro­jekt oder eine Orga­ni­sa­ti­on sein, die sich auf die Ver­öf­fent­li­chung von Tex­ten, Schrif­ten oder Bücher haupt­säch­lich auf media­len Wegen und sozia­len Netz­wer­ken auf eine bestimm­te Leser­grup­pe fokus­siert. Wäh­rend ein klas­si­scher (isla­mi­scher) Ver­lag sei­ne publi­zier­ten Bücher und Buch­wer­ke auf die brei­te, öffent­li­che Mas­se anbie­ten möch­te, kon­zen­triert ich ein Inde­pen­dent Publisher eher auf eine aus­ge­wähl­te Grup­pe auf halb­öf­fent­li­chen Wege, d. h. öffent­lich, aber weni­ger bekannt zu sein.

Al-ʿIlm an-Nāfī wird von einer Per­son mit dem Kun­ya­na­men Abū Muḥam­mad al-Albānī gelei­tet. Als media­le Plat­for­men die­nen Face­book und Tele­gram mit 3 Kanä­len: der Haupt­ka­nal @IlmNafi1, der geson­der­te Bücher­ka­nal @ilmnafibooks und schließ­lich der spe­zi­el­le Fra­gen­bot @IlmNafibot.

Gene­rell ver­sucht man mei­ner Mei­nung nach in pri­va­ten Ange­le­gen­hei­ten sehr ver­schwie­gen zu han­deln. So gibt es weder eine Web­sei­te, noch ein Impress­um­s­teil. Man ver­sucht sich augen­schein­lich zu ver­ste­cken, um sein wah­re Iden­ti­tät zu wah­ren; wahr­schein­lich zum Schutz vor Nei­dern, Hatern oder ande­ren rebel­li­schen Mei­nungs­ver­kün­dern. Zwar kann man es gut nach­voll­zie­hen, wenn man sich öffent­lich pseud­ony­mi­siert. Wer jedoch etwas öffent­lich anbie­tet z. B. Schrif­ten, Bücher etc., sich aber dann ver­steckt, nicht erkannt und nur ein­ge­schränkt kon­tak­tiert wer­den möch­te, kann sehr schnell suspekt wir­ken (unab­hän­gig, ob die im Hin­ter­grund han­deln­de Per­son es wirk­lich ist oder nicht).

Was mir an Al-ʿIlm an-Nāfī beson­ders auf­fällt und was ich auch in man­chen Din­gen gut fin­de, sind die z. t. sehr pro­fes­sio­nell wir­ken­den Covers der ein­zel­nen, über­setz­ten Bücher und E-Books (als PDF-Doku­men­te). Es soll­te natür­lich jedem Leser klar sein, dass das Soft­ware-Werk­zeug Pho­to­shop oder etwas sehr Ver­gleich­ba­res dahin­ter steckt, die die­se Pro­fes­sio­na­li­tät ver­ur­sacht. Der Benut­zer muss zwar eine gute Fer­tig­keit besit­zen, aber die eigent­li­che Arbeit erle­digt dann Pho­to­shop. Man kann aber sagen, dass die ein­zel­nen Design sehr unter­schied­lich und viel­fäl­tig sind. Vie­le der Moti­ve wir­ken in ihrer Kom­po­si­ti­on sehr aus­ge­gli­chen und sind nicht mit unzäh­li­gen, gra­fi­schen Ele­men­ten und Fein­hei­ten über­frach­tet. Man soll­te aber auch beden­ken, dass so ein Cover eigent­lich nur ein Augen­schmaus ist. Es ist zwar eine gute Außen­op­tik, die poten­zi­el­le Leser anlockt (ein so genann­ter Eye-Cat­cher), jedoch sagt ein Cover eigent­lich nichts über die eigent­li­che Text­qua­li­tät aus. Es kann sein, dass ein Cover gra­fisch gelun­gen ist, jedoch der Text grot­ten­schlecht über­setzt und mit Feh­ler bespickt ist. Dann heißt es nur noch: Außen hui, innen pfui.

Zum eigent­li­chen Punkt: Al-ʿIlm an-Nāfī kann nun ein neu­es über­setz­tes E-Book in Form eines PDF-Doku­ment ver­öf­fent­licht. Das E-Book trägt den Titel "Ein Memo­ran­dum in der Erläu­te­rung der Aus­lö­scher des Islāms" (ara­bisch: مذرة في شرح نواقض الاسلا = Mud­hak­ki­rah fī Sharḥ Nawāqiḍ al-Islām) und wur­de von ʿAlī ibn Khuḍayr al-Khuḍayr geschrie­ben. Die­ses E-Book ist eigent­lich eine Erläu­te­rung der Werk "Nawāqiḍ al-Islām" (deutsch: "Aus­lö­scher des Islām") von bekann­ten Muḥam­mad ibn ‘Abd al-Wah­hāb ibn Sulay­mān al-Tamīmī. In die­sem kur­zen Auf­satz führ­te Muḥam­mad ibn ‘Abd al-Wah­hāb ibn Sulay­mān al-Tamīmī 10 Punk­te auf, die bei Erfül­lung bzw. Nicht­er­fül­lung eine Per­son unwei­ger­lich den Islām ver­lässt.

Die­ses E-Book umfasst inklu­si­ve dem Cover ins­ge­samt 59 Sei­ten und kann ent­we­der aus­schließ­lich im Tele­gram-Kanal @ilmnafibooks von Al-ʿIlm an-Nāfī wer­den oder alter­na­tiv über fol­gen­den Cloud­space-Link: https://file.snode.space/?498b0a90d65e4c55fa87271e853f3071. Mei­ner Mei­nung nach kann die­ses über­setz­te Werk berech­tigt als E-Book bezeich­net wer­den, da es schon ein umfang­rei­che Sei­ten­an­zahl auf­weist, die den Bereich eines digi­ta­len Buchs umfas­sen.

Cover des E-Books "Ein Memorandum in der Erläuterung der Auslöscher des Islāms"
Cover des E-Books "Ein Memo­ran­dum in der Erläu­te­rung der Aus­lö­scher des Islāms"

Gele­sen habe ich das E-Book noch nicht. Aber ich mei­ne und den­ke, dass der Text­in­halt viel­ver­spre­chend aus­sieht, wes­halb ich in die­sem Blog auch einen Bei­trag dar­über schrei­be. Der Autor ʿAlī ibn Khuḍayr al-Khuḍayr ist, soweit mir aus ver­gan­ge­nen Tagen bekannt ist, unterm Strich okay. Gene­rell ver­su­che ich in mei­nem Blog "Isla­mi­sche Bücher auf deutsch" den Fokus mehr auf den Inhalt der Bücher zu set­zen, statt auf die Auto­ren die­ser Büchern. Eini­ge Auto­ren haben oft meh­re­re Facet­ten ihrer Cha­rak­te­re. Öffent­lich zeigt man meist ein Teil die­ser Facet­ten, wäh­rend der ande­re Teil die­ser Facet­ten eher ver­steckt und nur sel­ten öffent­lich wie­der­ge­ge­ben wer­den. Die­se Facet­ten kön­nen sich in kon­fu­sen Mei­nun­gen die­ser Per­so­nen wider­spie­geln. Dass ist nicht nur heu­te so, son­dern eigent­lich nach dem Anbe­ginn der Islams so.

Es soll­te aber Ende aber auch erwäh­nen, dass eini­ge der über­setz­ten E-Books oder klei­ne­ren PDF-Doku­men­te von Al-ʿIlm an-Nāfī nicht unbe­dingt immer der All­ge­mein­heit gedacht sind, son­dern je nach Aspekt eher spe­zi­el­ler Natur bzw. für fort­ge­schrit­te­ne Per­so­nen mit dem ent­spre­chen­den, isla­mi­schen Know-how. Oder anders gesagt: Wenn eini­ge Din­ge vom Ver­ständ­nis her zu hoch erschei­nen, dann befasst euch nicht damit! Nimmt nur das, was ihr für eure per­sön­li­che Ange­le­gen­hei­ten, für eure Erfül­lung & Auf­recht­erhal­tung des Tawhids und für euren isla­mi­schen All­tag braucht! Den rest­li­che Anteil kann man dann außer Acht las­sen. Man muss sich nicht mit allem und jeden befas­sen. Denn in der Welt drau­ßen gibt es (um dies mild aus­zu­drü­cken) genug Neun­mal­klu­ge, die alles bes­ser wis­sen wol­len und wie bun­te Papa­gei­en hier & da mit­schnat­tern. So etwas ist kei­ne Art und Wei­se von der Sun­nah und der isla­mi­schen Lebens­wei­se. Im Gegen­teil! Man fängt zuerst mit sich selbst an, ein bes­se­rer Mensch und Mus­lim wer­den, dann mit der Fami­lie, dann mit den Nach­barn und mit den täg­li­chen Mit­men­schen.

Falls der eini­ge oder ande­re, zu gege­be­ner Zeit das E-Book "Ein Memo­ran­dum in der Erläu­te­rung der Aus­lö­scher des Islāms" gele­sen haben soll­te, der kann gern sei­ne sach­li­che Mei­nung im unte­ren Kom­men­tar­be­reich nie­der­schrei­ben. Ich wür­de mich dar­über freu­en.

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